ZKM Medienmuseum
Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie, kurz ZKM genannt, wurde 1989 unter der Obhut von Lothar Späth als Stiftung ins Leben gerufen. Als Standort wurde die einstige Munitionsfabrik in der Karlruher Lorenzstraße ausgewählt. Nach umfangreichen Umbauten bietet die über 300 Meter lange Fabrikhalle mit ihren zehn Lichthöfen reichlich Platz für die Exponate. 1999 wurde hier auch das Museum für neue Kunst mit eingebunden. Hier steht vor allem mediale Kunst im Vordergrund. Binnen weniger Jahre wuchs die Sammlung derart, dass es sich heute berechtigterweise weltgrößtes Museum für Medienkunst nennen darf. Hier ist die gesamte „Führung“ durch die Ausstellungsräume interaktiv gestaltet, während der man sich den Werken weltbekannter Mediengestalter widmen kann, zu denen neben Fabricio Plessi, Rebecca Horn und Steina Vasulka auch Stephan von Huene und Bruce Naumann gehören. Dabei geht es nicht nur um Filme und Dokumentationen, sondern auch um interaktive Spiele, die künstlerisch anspruchsvoll gestaltet sind. Ein Highlight für neugierige Besucher ist die Mediathek, die man in einem derartigen Umfang nirgendwo anders findet. Hier kann man nach allen Arten von Medien stöbern und wird selten vergeblich suchen. Zahlreiche wechselnde Ausstellungen geben auch jungen Künstlern die Chance, ihre Werke zu präsentieren oder holen Künstler aus dem Ausland mit ihren schönsten Stationen des künstlerischen Schaffens nach Karlsruhe.