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Tiergarten Nürnberg

Der Nürnberger Tiergarten wurde 1912 auf dem ehemaligen Terrain der Bayerischen Landesausstellung eröffnet. Dazu musste das völlig ebene Gelände verändert werden. Viele Kubikmeter Beton wurden aufgeschichtet, um in einigen Teilen eine künstliche Bergwelt zu schaffen. Der II. Weltkrieg führte zu Schließung des Zoos, der 1939 am so genannten „Schmausenbuck“, einer natürlichen Hügellandschaft wieder eröffnet wurde. In den 60er und 70er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde mit erheblichem Kraftaufwand ausgebaut und erweitert. Noch ist dieser Umbau nicht abgeschlossen, denn der Tierschutz steht bei den Betreibern an oberster Stelle der Interessensliste. Der Tiergarten Nürnberg ist eine der wichtigsten Säulen bei den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen. Im Tiergarten Nürnberg kann man unzählige Arten von A wie Andenkondor bis Z wie Zweifingerfaultier bewundern. Zu den neuesten Attraktionen gehört das Eisbärenbaby „Flocke“, um das ein heftiger Medienrummel entstanden ist. Auch das auf eine knapp vierzigjährige Tradition zurückblickende Delphinarium erfreut sich einer kontinuierlichen Beliebtheit. Hier sind große Erfolge zu verzeichnen. Auf Grund der guten Lebensbedingungen im Tiergarten Nürnberg, liegt die durchschnittliche Lebenserwartung der Meeressäuger höher als im optimalen natürlichen Lebensraum. Neueren Datums ist der Aquapark, indem Otter, Seelöwen, Pinguine, Eisbären und Biber ein neues Obdach mit reichlich Platz gefunden haben. Die beiden Anlagen umfassen mehr als achthundert Quadratmeter und zählen zu den größten der Art in Europa.