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Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma in Stuttgart

Die „Wilhelma“ in Stuttgart wurde erst nach dem Ende des II. Weltkrieges als Tiergarten genutzt. Er ist die einzige Anlage in Deutschland mit einer Kombination aus botanischer Präsentation und einer Nutzung für die Ausstellung von Tieren. Der im ehemaligen Lustgarten eines Schlosses beheimatete Zoo beherbergt derzeit über 10.000 Tiere aus mehr als 1.000 verschiedenen Arten. Daneben finden sich rund 5.000 Pflanzenarten in der von den Einheimischen liebevoll „Wilhelma“ genannten denkmalgeschützten Anlage. Seit Mitte der siebziger Jahre wird ständig gebaut und erweitert, um für die Tiere argerechte Unterkünfte zu schaffen. Inzwischen hat er sich zum zweitgrößten deutschen Zoo gemausert. Der Zoo steht im Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Zu den Zuchterfolgen gehört unter anderem der im Dezember 2007 geborene Eisbär Wilbär. Das gigantische Amazonienhaus mit seiner imposanten Glasfassade bietet das Ambiente eines Regenwaldes mit zahlreichen Wasserfällen und zeigt viele Arten, die in ihrer natürlichen Umgebung vom Aussterben bedroht sind. Weitere Highlights der Anlage sind die Affenkinderstube, das umfangreiche Insektarium und das farbenfrohe Aquarium. Die Wilhelma zeigt auch einige auf den ersten Blick einheimisch wirkende Tiere, wie die Usbekischen Markhore, von denen in der freien Natur gerade einmal noch knapp 200 Tiere existieren. Bei verschiedenen geführten Rundgängen kann man viel über die artenreiche Flora des unter Schutz stehenden Parks und auch über die Verbreitungsgebiete der unterschiedlichen Tierarten erfahren.